26. November 2018

Reise-Nachlese 2018 – Ausblick 2019


Schakal mit Beute in Sri Lanka
Alle Fotos dieses Beitrags von Ulrike Wizisk - wenn nicht anders angegeben

Das Jahr ist nun fast vorbei und es wird Zeit, die schönen Touren der vergangenen Saison noch einmal Revue passieren zu lassen.

Leopard (Foto Siegfried Pikelke) und Lippenbär
Im Mai ging es mit einer kleinen Gruppe Fotografen nach Sri Lanka. Wir wollten „Leoparden & mehr“ fotografieren. Am Ende hatten wir deutlich „mehr“ vor die Kamera bekommen, die Leoparden machten sich allerdings eher rar. Doch mit Lippenbären, Elefanten, Schakalen und vielen Vögeln waren wir sehr erfolgreich, so dass wir mit einer guten Fotoausbeute zufrieden die Heimreise antreten konnten.

Ceylonhuhn (Gallus lafayettii) und "Sri-Lanka-Haubenadler" (Nisaetus cirrhatus caylanensis)
Ausblick: Eine Fotoreise nach Sri Lanka wird es 2019 nicht geben und leider ist die Tigerfototour nach Indien nun schon nicht mehr buchbar. Aber alle Fotobegeisterten sollten sich einmal „Vögel des Nordens“ ggf. in Kombi mit „Bären & mehr“ anschauen. Die in Zusammenarbeit mit dem bekannten finnischen Fotografen Jari Peltomäki ausgearbeitete Tour (mit Ansitzfotografie) verspricht viele spektakuläre Aufnahmen!


Im Tara-Gebirge (Serbien) - Foto Dieter Bock
Im Mai und Juni reiste Dr. Dieter Bock mit zwei Reisegruppen nach Serbien, einmal in die Vojvodina und einmal in die Bergwelt Westserbiens. Trotz einer gesundheitlichen Unpässlichkeit des Reiseleiters konnten beide Touren fast planmäßig durchgeführt werden – und viele Teilnehmer haben sich schon für eine neue Balkanreise nach Makedonien vormerken lassen.

Der Termin für die Makedonienreise (in die Republik Nord-Mazedonien) ist vermutlich Ende Mai 2019. Die Vorbereitung ist noch nicht ganz abgeschlossen. Zwar ist der Reiseverlauf von Dieter schon akribisch ausgekundschaftet, aber die Reiseorganisation ist nicht so einfach in dem noch sehr jungen Balkanstaat mit einer noch nicht so ausgereiften touristischen Infrastruktur. Aber alles nimmt nun so langsam Formen an, und die Interessenten werden zeitnah genauere Informationen bekommen.



Elch in Estland
Anfang Juni war TERRA UNICA in Estland unterwegs. Unter dem Motto „Erlebte Landschaft“ erkundeten wir das westliche Festland sowie die Inseln Saaremaa und Hiiuma. Bei fast mediterranem Wetter mit strahlend blauem Himmel und „T-Shirt-Temperaturen“ beobachteten wir Elche, Hirsche und Füchse.

Unterwegs in Estlands Mooren: Hochmoorbläuling (Plebejus optilete) und  Langblättriger Sonnentau (Drosera anglica)
Alle Fotos dieses Beitrags von Ulrike Wizisk - wenn nicht anders angegeben
Wir gingen auf Entdeckungstour an Felsküsten, fanden Fossilien aus dem Silur und Findlinge aus der Eiszeit. Wir lernten außergewöhnliche Habitate kennen, wie die baltischen Laubwiesen („wooded meadows“), die Alwars auf flachgründigen Böden in Küstennähe sowie ausgedehnte Moorgebiete.

Orchideen in Estland: Frauenschuh (Cypripedium calceolus) und Schwertblättriges Waldvöglein (Cephalanthera longifolia
Botanische Highlights waren u.a. die vielen Orchideenarten, die uns der lokale Reiseleiter Peeter Vissak mit großem Fachwissen (und Spürsinn) nahe brachte – vom winzigen Kleinem Zweiblatt bis zum großen Frauenschuh. Bei den ornithologischen Beobachtungen denken alle Teilnehmer wohl zuerst an die Ohrentaucher mit Nachwuchs im Burggraben von Kuressare und an die Kranichfamilien mit ihren halbwüchsigen Jungen. Dazu gab es noch Eistaucher, Eiderenten, Kampfläufer, Zitronenstelze, Neuntöter, Karmingimpel u.v.m.  Beobachtungen der Insektenwelt rundeten das Naturererlebnis ab, besonders erwähnenswert sind Hochmoorbläuling, Hochmoorgelbling, Silberfleck-Permutterfalter, Großer Eisvogel, Gelbringfalter und Baumweißling.

Estland - Birding im Frühsommer: Ohrentaucher und Kranich
Ausblick: Die Estlandreise wird voraussichtlich 2020 wieder im Programm sein. Andere Touren unter dem Motto „Erlebte Landschaft“ führen 2019 nach Rumänien (Donaudelta, Dobrudscha, Karpaten), nach Spanien (Andalusien) und nach Makedonien.


Ornithologische Spezialitäten aus Malawi: Spiegelfeinsänger (Apalis chariessa), "Gelbbrauen"-Strichelgirlitz (Crithagra striolata whytii), Kobalteisvogel (Alcedo semitorquata) und Miombo-Würger (Lanius souzae
Ein Höhepunkt der diesjährigen Reisesaison war die ornithologische Tour nach Malawi im September. Ein Fokus lag dabei auf den vielen „Spezialitäten“ der Region, also entweder endemische Arten oder solche, die man woanders kaum zu Gesicht bekommt. Viele „Kleinvögel“ mussten wir uns hart erarbeiten, aber unter der Leitung von Bird Guide Samuel waren wir meist erfolgreich. Unvergessen bleibt allen der Spiegelfeinsänger, der sich überwiegend im Blätterdach der Baumkronen aufhält, sich uns aber völlig frei sitzend in geringer Höhe bei bestem Licht präsentierte.

Zebras im Hochland des Nyika National Park (Malawi)
Während unserer Reise haben wir auch viel Großwild beobachten können. Im Nyika Nationalpark im kühlen nördlichen Hochland sichteten wir auf den weiten Ebenen Zebras und viele Antilopenarten. Bei einer Nachtsafari kam uns auch eine Hyäne vor die Kamera. Im Liwonde National Park erlebten wir dann „Afrika pur“ mit großen Elefantenherden, Flusspferden, Rappen-Antilopen und einer reichen Vogelwelt. 

Elefanten im Liwonde Natinonal Park (Malawi)

Ausblick: Nach Malawi geht es in 2019 nicht (vielleicht 2020 wieder), aber wer sich ornithologisch für afrikanische Arten interessiert, dem sei die Tour nach Südafrika unbedingt empfohlen („Östliche Vogelarten & Großwild“, Verlängerungsmöglichkeit am Westkap), während der ebenfalls eine sehr große Artenvielfalt zu erwarten ist. Und auch die Reise zum Vogelzug nachAndalusien ist für alle Birder sehr zu empfehlen! Es ist das spektakulärste, was man in Europa zur Zugzeit erleben kann. !!!!Achtung: früher Anmeldetermin – viele Ornithologen aus der ganzen Welt pilgern im Herbst dorthin und die Unterkünfte sind begrenzt.

Vielleicht sehen wir uns ja im nächsten Jahr! Ich würde mich freuen!

Ulrike von TERRA UNICA

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